Eine kardiologische Konsultation ist eine strukturierte Beurteilung von Herz und Kreislauf. Sie beginnt mit einer ausführlichen Anamnese und einer körperlichen Untersuchung, gefolgt von der Durchsicht früherer Befunde, der aktuellen Medikation und der Familienanamnese. Anschließend erläutert die Kardiologin oder der Kardiologe, was die Befunde bedeuten und was gegebenenfalls weiter abgeklärt werden sollte.
Wann eine Konsultation sinnvoll ist
Anlass zu einer kardiologischen Abklärung geben: Beschwerden im Brustkorb, Atemnot bei Belastung, Herzstolpern, Schwindel oder Ohnmachtsanfälle, geschwollene Knöchel und unerklärliche Müdigkeit. Sinnvoll ist eine Konsultation auch zur Einschätzung des kardiovaskulären Risikos bei Bluthochdruck, erhöhten Cholesterinwerten, Diabetes oder Herzerkrankungen in der Familie — sowie für eine Zweitmeinung zu einer bestehenden Diagnose.
Ablauf des Termins
- Ausführliche Anamnese: Beschwerden, Risikofaktoren, Medikation, Familienanamnese.
- Körperliche Untersuchung einschließlich Blutdruckmessung und Herzauskultation.
- Ein Ruhe-EKG, sofern angezeigt.
- Durchsicht mitgebrachter Bildgebung, Laborwerte oder Befunde.
- Eine verständliche Erläuterung der Befunde und jeder vorgeschlagenen weiteren Untersuchung.
Was Sie mitbringen sollten
Eine Liste Ihrer aktuellen Medikamente mit Dosierungen, frühere kardiologische Befunde, EKGs oder Bildgebungen, aktuelle Laborwerte sowie Ihre Sozialversicherungskarte. Frühere Unterlagen mitzubringen erspart es, bereits durchgeführte Untersuchungen zu wiederholen.
Erstattung
Kardiologische Konsultationen sind in der Nomenklatur der CNS aufgeführt und werden von der Krankenversicherung erstattet — zu 88 % für Erwachsene und zu 100 % unter 18 Jahren. Siehe von der CNS erstattete Behandlungen.
