Ein Belastungs-EKG zeichnet Elektrokardiogramm, Herzfrequenz und Blutdruck auf, während sich die Patientin oder der Patient auf einem Laufband oder einem Fahrradergometer belastet. Viele Herzprobleme bleiben in Ruhe stumm und treten erst auf, wenn das Herz stärker gefordert wird — genau das soll die Untersuchung sichtbar machen.
Wozu sie dient
- Abklärung von Brustbeschwerden oder Atemnot, die unter Belastung auftreten.
- Beurteilung, ob die Herzkranzgefäße unter Belastung ausreichend Blut liefern.
- Erkennung von Rhythmusstörungen, die nur unter Belastung auftreten.
- Messung der Blutdruckreaktion auf Belastung.
- Beurteilung der Belastbarkeit und Verlaufskontrolle nach einem kardialen Ereignis oder Eingriff.
Ablauf
Auf dem Brustkorb werden Elektroden angebracht, am Arm eine Blutdruckmanschette. Anschließend gehen Sie auf dem Laufband oder treten auf dem Ergometer, wobei die Belastung stufenweise gesteigert wird. Die Kardiologin oder der Kardiologe überwacht die Ableitung fortlaufend und beendet die Untersuchung, wenn ein Zielwert erreicht ist, Beschwerden auftreten oder Sie darum bitten. Die Belastungsphase dauert in der Regel einige Minuten, die Überwachung wird während der Erholung fortgesetzt. Planen Sie insgesamt etwa dreißig bis fünfundvierzig Minuten ein.
Vorbereitung
Tragen Sie bequeme Kleidung und Schuhe, in denen Sie gut gehen können. Verzichten Sie in den Stunden davor auf eine schwere Mahlzeit, Kaffee und Tabak. Bringen Sie eine Liste Ihrer Medikamente mit und fragen Sie vorab im Zentrum nach, ob eines davon pausiert werden sollte — manche Herzmedikamente beeinflussen das Ergebnis. Weisen Sie das Team auf Gelenk-, Rücken- oder Atembeschwerden hin, die Ihr Gehen einschränken könnten.
Erstattung
Das Belastungs-EKG ist in der Nomenklatur der CNS aufgeführt und wird von der Krankenversicherung erstattet — zu 88 % für Erwachsene und zu 100 % unter 18 Jahren.
